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Jersey Züchtergruppe Ostschweiz Lindenstr.86 9000 St.Gallen E-Mail : jerseyost@gmx.ch |
15.01.2010 im St.Galler Bauer:
«Jersey Züchtergruppe Ostschweiz» gegründet Jerseyzüchter formieren sich In der Ostschweiz und in Liechtenstein findet die Jersey-Rasse immer mehr Liebhaber. Um den Informationsaustausch unter den Züchtern zu verstärken, wurde im «Schäfli» Gams am 6. Januar die «Jersey Züchtergruppe Ostschweiz» gegründet. Erster Präsident ist Peter Sprecher aus St. Gallen. Text: Hansruedi Wieser, Altstätten Die treibende Kraft zum regionalen Zusammenschluss der Jersey-Züchter aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau, beiden Appenzell, Graubünden, Glarus und dem Fürstentum Liechtenstein ist der Toggenburger Toni Keller aus Dietschwil (Kirchberg), Kassier und Sekretär im Vorstand des Schweizerischen Jerseyzuchtverbandes. «Vor drei Jahren äusserte ich als Neujahrswunsch, es sollten regionale Vereine gegründet werden», erklärte er an der Gründungsversammlung in Gams. Er schätze sich glücklich, dass er in Peter Sprecher aus St. Gallen einen jungen Mann gefunden habe, der nun die Initiative ergreife. Mitglied kann jede/r werden Der 29-jährige Peter Sprecher arbeitet beim LV-St. Gallen, hat eine breite landwirtschaftliche Ausbildung absolviert und ist in seiner Freizeit oft auf dem «Jersey-Hof» seines Vaters Hans auf dem Grabserberg anzutreffen. Als erstes vermittelte er einen Überblick zur Bedeutung der in unserem Land vertretenen Viehrassen und deren spezifische Leistungen mit Hauptakzent Jersey-Kühe. In der Schweiz gibt es rund 8600 Jersey. Diese Rasse ist in den Kantonen Bern und St.Gallen am stärksten vertreten. In der Ostschweiz wird rund ein Drittel des schweizerischen Jerseybestandes gehalten. Der Statutenentwurf wurde an der Gründungsversammlung artikelweise durchberaten. Einzelmitglied in der «Jersey Züchtergruppe Ostschweiz» – so der vorgeschlagene und gutgeheissene Vereinsname – kann jede interessierte Person werden, unabhängig davon, ob er oder sie Jersey-Vieh besitzt oder züchtet. Unterschieden wird in die Kategorien Aktiv- und Passivmitglieder. Aus allen Regionen Einzig die Höhe des Jahresbeitrages löste eine Diskussion aus. Es ging aber nicht darum, ob man weniger als die vorgeschlagenen 20 Franken zahlen soll, sondern ob der Beitrag nicht höher anzusetzen sei. Was man nicht wolle, sei «ein schlafender Verein», wurde betont. Doch der von Peter Sprecher präsentierte Vorschlag wurde schliesslich mit grossem Mehr gutgeheissen. Dies, nachdem bekanntgegeben worden war, dass aus der «IG Jersey» noch 1500 Franken vorhanden sind. Dieser ehemalige Ostschweizer Verein wurde nach der Gründung des Schweizerischen Jerseyzuchtvereins inaktiv. Einig war man sich, dass die Züchtergruppe nicht eine Sektion des Schweizerischen Jerseyzuchtverbandes wird, sondern dass man in beiden Organisationen Mitglied sein soll. Der Vorstand wurde einstimmig gewählt: Präsident ist Peter Sprecher, St. Gallen, weitere Mitglieder sind Gregor Scherrer, Ulisbach (Wattwil SG), Hansruedi Osterwalder, Wängi TG, Johann Schelbert, Tscherlach (Walenstadt SG), Silvio Schmed, Dardin (Brigels GR). Die Revisoren heissen Hansueli Keller, Ganterschwil SG und Jürg Sprenger, Wängi TG. Das Jahresgeschehen fädelt sich einerseits in das nationale und internationale Programm der Jersey-Organisationen ein und anderseits will man regionale Höcks zum Austausch von Erfahrungen organisieren. Für allfällige grössere Events und Exkursionen will man sich mit dem Schweizerischen Verband absprechen. Für die Kommunikation zwischen Vorstand und Mitgliedern setzt man aus Kostengründen vor allem auf das Internet (E-Mail). Präsident Peter Sprecher forderte die Mitglieder abschliessend auf, an der Swissjerseynight vom 10. April 2010 in Küssnacht am Rigi teilzunehmen. Jersey und Swissgenetics Im zweiten Teil des Abends orientierte Andreas Bigler, Zollikofen BE, über Swissgenetics und die Bedeutung der Jerseyrasse in dieser nationalen Organisation, die in der Ostschweiz einen Stützpunkt in Bütschwil SG hat. Bigler ist seit 17 Jahren bei Swissgenetics tätig und seit einigen Jahren für alle Fleischrassen-Stiere sowie besondere Rassen zuständig. Der Anteil der Jerseyrasse an den knapp eine Million Dosen beträgt 0,5 bis 0,6 Prozent. Insgesamt werden 1824 Stiere von 42 Rassen angeboten. Knapp ein Drittel der Besamungen entfällt auf lediglich 13 Stiere. 2006/07 war mit rund 6600 Samendosen das beste Jersey-Jahr. «Für die Selektion gilt es allen Kundengruppen Stiere anzubieten», erklärte Bigler. «Und einen flächendeckenden Besamungsdienst – auch für Jerseys.» Swissgenetics bemühe sich um komplette Stiere, das heisst ausgewogene bezüglich Gehalt, Leistung und Exterieur, betonte er. Dem Referat folgte eine engagierte Diskussion und die Ostschweizer Jersey-Züchter warteten mit zahlreichen Fragen und Vorschlägen auf. Unter anderem warnte ein Votant davor, auch beim Jersey-Rind auf immer schwerere Tiere zu züchten. Man wolle bei uns bewusst diese Rasse, weil sie mit 300 bis 400 Kilo ungefähr ein Drittel leichter sei. Eine Umfrage im Saal ergab, dass eine Mehrheit den dänischen Typ bevorzugt, während der amerikanische und der Weide-Typ auf ein geringeres Interesse stossen..
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